Die Nicolaikirche Brandenburg

Historisches Foto der Nicolaikirche in Brandenburg Die Nicolaikirche ca.1930

Bis auf einen zweilagigen Feldsteinsockel ist die dreischiffige, romanische Basilika vollständig in märkischem Backstein aufgeführt. Das Hauptschiff wird von zwei etwa halbhohen Seitenschiffen begleitet, von denen es durch viereckige Pfeilerarkaden mit Rundbögen getrennt ist. Das Hauptschiff endet im Osten in einer halbrunden Apsis. Das Westwerk wird durch einen Turm gestaltet, der ursprünglich seit 1850 zwei Turmspitzen aufwies. An der südwestlichen Außenwand der Apsis fanden sich drei sehr schön gestaltete und reliefierte Granitsteine, die u.a. eine Kogge und einen Kran sowie Fässer abbilden und auf eine Verbindung der Kirche zur Kaufmannschaft hinweisen. Die Steine wurden zwischenzeitlich zu ihrem Schutz im Kircheninnenraum ausgestellt.
  Das Gotteshaus wurde erstmalig im Jahr 1173 erwähnt. Es ist anzunehmen, dass die Nikolaikirche als Dorfkirche Dorfes Luckenberg errichtet wurde. Luckenberg fiel sehr zeitig wüst und wurde mit seinen Gemarkungen der Altstadt Brandenburg zugeschlagen. Gegen die Nutzung als einfache Dorfkirche spricht die für einen solchen Zweck ungewöhnliche Größe des Gotteshauses, das neben seinem hohen Hauptschiff zwei niedrigere, durch zwei Säulenreihen abgetrennte Seitenschiffe besitzt. Es wird daher vermutet, dass es sich bei dem Dorf Luckenberg um eine unbefestigte Kaufmannssiedlung handelte, die in ihrem Kern eventuell perspektivisch für eine Stadtgründung vorgesehen war. Jene Pläne hätten sich dieser Theorie folgend aufgrund der Konkurrenzsituation zu der nur dreihundert Meter entfernten, planmäßig urbanisierten Altstadt Brandenburg nicht durchsetzen können. Luckenberg fiel schon kurze Zeit später wüst; die Kirche blieb als einziges Relikt stehen. Mit der Theorie der Kaufmannssiedlung Luckenberg korrespondiert die Namensgebung der Kirche, die dem heiligen Nikolaus, dem Patron der Kaufmannschaft, geweiht ist.

Die Nicolaikirche vom Westen aus gesehen Die Nicolaikirche heute

In der "Raubritterzeit" des 14. und 15. Jahrhunderts wurde das inzwischen zur Ruine verkommene Kirchlein häufig zu Unterschlupfzwecken missbraucht. So nutzte sie Johann von Quitzow am Abend des 8. März 1403 als Versteck für seine Mannschaften im Zuge eines Überfalls auf die Altstadt Brandenburg. Nach einer privat finanzierten Restaurierung durch den Baumeister Boxthude im Jahre 1467 diente die Kirche in den Folgejahrhunderten als Friedhofskapelle, bis sie im Zwanzigsten Jahrhundert auch diese Funktion verlor.
Heute gehört die Kirche der katholischen Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit, die sie in den 1990er Jahren von der St. Gotthardt Gemeinde durch einen Schenkungsvertrag erhielt und anschließend sanierte. Die Kirche wird für Gottesdienste genutzt, erfüllt aber auch den Charakter einer ökumenischen Begegnungsstätte, was sich im monatlichen Friedensgebet dort zeigt. Weiterhin erinnert sie an die Opfer des Nationalsozialismus in der Stadt.

 

Quell: Wikipedia [Nicolaikirche (Brandenburg an der Havel)] 07.03.2011

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