Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen ...
Offenes Brauseminar Brandenburger Märzen
Mittelalterliche BraustubeBierbrauen hat in der Altstadt Brandenburg eine lange Tradition. Mit der Schließung der Adler Brauerei schien diese Tradition abgerissen. Die Altstädter haben das Bierbrauen wieder belebt. Seit einiger Zeit brauen wir hin und wieder ganz privat das eine oder andere Bier. Nun ist es Zeit auch andere Brandenburger an unseren Erfahrung teilhaben zu lassen. Wir wollen mit ihnen gemeinsam ein Märzen brauen, das stark eingebraute Bier für den Frühling.
Am Sonnabend, 21. Januar 2012 von 10:00 - 17:00 Uhr
Gemeinsames Brauen eines Brandenburger Märzen Bieres mit einem Vortrag zu Brandenburger Brautraditionen und der Tradition des Marzenbieres.
Teilnahmebeitrag: 15,00 Euro incl. 1 Liter Bier und Schmalzbroten.
Anmeldung erforderlich.
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Backtraditionen
Frisches Brot vor dem BrotbackofenAlte Haustraditionen sollen wiederbelebt und erhalten werden im Bürgerhaus-Altstadt.
Das Backen bzw. der Backtag waren früher wichtige Termine in der Selbstversorgung. Brot war Lebensnotwenig über viele Jahrhunderte. Brotbacken ist Kultur die wir nicht vernachlässigen wollen.
Die Altstädter sind stolze Besitzer eines Holzbackofens in dem nach altdeutscher Tradition gebacken werden kann. Ermöglicht hat das die Mittelbrandenburgische Sparkasse, die die Anschaffung des Häussler Brotbackofens mit einer großzügigen Spende unterstrützt hat.
Brautraditionen
Brot und BierAuch in der mittelalterlichen Alten Stadt Brandenburg wurde das Braugewerbe im Nebenerwerb von Bürgern mit Grundbesitz betrieben. Das Braurecht gehörte zu vielen Grundstücken in der Stadt. Der Bierzwang verbot das Brauen und Mälzen im Umkreis von drei Meilen um die Stadt.
In der Altstadt wurde 1473 von wohlhabenden Hausbesitzern mit Braugerechtigkeit eine Brauergilde gegründet. Zwölf Braumeister, von denen jährlich sechs ausgetauscht wurden, mussten für ordnungsgemäßes Brauen sorgen. An Martini (11. Nov., Martinstag) setzten sie jeweils zusammen mit dem Rat der Alten Stadt die Braumenge und die Preise für das nächste Jahr fest.
Im Jahre 1572 wurde auf der Grundlage der Brauordnung auch in der Altstadt das sogenannte Reihenbrauen eingeführt. Angefangen beim Bürgermeister wurde eine Reihenfolge festgelegt in der die einzelnen Braustellen an bestimmten Tagen Brauen konnten. So sollte die Menge und der Preis des Bieres besser reguliert werden. Der Bierrufer hatte die Verfügungen des Rates auszurufen und auch bekannt zu machen wer gerade frisches Bier im Ausschank hatte.
Eine von drei in Brandenburg an der Havel archäologisch nachgewiesenen mittelalterlichen Braustellen befand sich auf dem Grundstück Bäckerstraße 14.
Die Tradition des Bierbrauens wollen die Altstädter wieder beleben. Noch sind das winzig kleine Mengen, finden sich aber genügend Interessierte können wir wieder ein Brauwesen in der Altstadt entwickeln.
Die Altstädter e.V.

